Medical Training

Mit gezieltem Training gegen körperliche Beschwerden

Die medizinische Trainingstherapie (MTT) als aktive Therapieform gewinnt vermehrt an Beliebtheit. Sie wird auf ärztliche Verordnung zur Behandlung von chronischen Beschwerden oder etwa als Therapie bei der Wiederherstellung des körperlichen Zustands nach Verletzungen eingesetzt. Mit einem gezielten Training auf Basis von medizinischem und sportlichem Wissen lassen sich auch bei bestehenden Verletzungen oder sonstigen Beschwerden massive Verbesserungen der Körperstruktur und Körperleistung erreichen. Diese Verbesserungen wirken sich auf den gesamten Gesundheitszustand aus. 


Die aktive Therapie bildet einen äusserst wichtigen Schritt in der Behebung zahlreicher körperlicher Beschwerden. Sie erfordert Disziplin und Durchhaltewille. Unsere Therapeuten sind sich allerdings einig, dass sie langfristig bei der Wiederherstellung eines gesunden körperlichen Zustand unabdingbar ist. Lassen Sie sich bei Ihrem Hausarzt über die Möglichkeiten der medizinischen Trainingstherapie beraten.

Wirbelsäulenbeschwerden und Haltungsschäden

Rückenschmerzen aufgrund von Fehlhaltungen im Alltag, Bewegungsmangel, einseitigen Belastungen, psychischem Stress und zahlreichen weiteren Ursachen betreffen in einer bewegungsarmen Gesellschaft heute einen Grossteil der Menschen. Aus einem erst vernachlässigtem Rückenschmerz folgen Unbeweglichkeit, schlaffe Muskulatur und letztlich können daraus auch langfristige Konsequenzen wie chronische Rückenschmerzen oder auch Haltungsschäden resultieren. Einzig die Umstellung des alltäglichen Verhaltens reicht zur Bekämpfung der Beschwerden oftmals nicht ausreichend aus. Hier setzen wir mit der medizinischen Trainingstherapie an. 

Wir unterstützen Sie mit gezielten und diagnosespezifischen Beweglichkeits- und Stabilisationsübungen zur Wiederherstellung des körperlichen Gleichgewichts und einem beschwerdefreien Alltag. Im Gespräch mit dem Therapeuten gehen wir auf Sie als Individuum ein. Beispielsweise wenden wir Muskellängentraining bei verkürzter Muskulatur an und erzielen mit Kraftübungen mehr Stabilität im Wirbelsäulenbereich und wirken Kraftungleichgewichten entgegen. Bei uns haben Sie Zugriff auf das Wissen von kompetenten Therapeuten und Zugang zu den effizientesten Trainingsmöglichkeiten.

Stoffwechselstörungen (Diabetes und Übergewicht)

Körperliches Training bewährt sich bei Stoffwechselstörungen wie Diabetes Typ 2 als nachhaltiger Lösungsweg. Bewegung senkt den Blutzuckerspiegel und verbessert zudem die Insulinempfindlichkeit der Zellen. Bei regelmässigem Training lassen sich so Medikamente reduzieren. Bewährt haben sich dabei eine Vielfalt an Bewegungs- und Belastungsformen wie etwa Ausdauer-, Kraft-, aber auch Gleichgewichts- und Beweglichkeitstraining. Wir bieten in unserem Gesundheitscenter ein umfassendes Angebot für sämtliche Trainingsformen an - wir werden die medizinische Trainingstherapie dementsprechend vielseitig und Ihren Vorlieben entsprechend gestalten. 


Auch bei Übergewicht spielt Training natürlich eine zentrale Rolle in seiner Wechselwirkung mit Ernährung, Erholung, Stress und psychischer Gesundheit. Fakt ist dabei: Bewegung ist nicht gleich Training. Sich im Alltag mehr zu bewegen, wie etwa die Treppe anstelle des Lifts zu nehmen, kann ein erster Schritt sein in Richtung eines gesundheitsförderlichen Alltags. Allerdings ist körperliches Training mit den richtigen Zielen, Methoden und anderen trainingswissenschaftlichen Variablen effizient und bei der Bekämpfung von Übergewicht grundlegend.


Wir erfassen Ihren körperlichen Ist-Zustand mittles InBody Körperzusammensetzungsanalyse, Kraft-, Ausdauer- und Koordinationstests. So können wir Fett- und Muskelmasse ins Verhältnis zur Gesamtkörpermasse setzen und sehen aufgrund von motorischen Tests wo Sie jetzt stehen. Im Gespräch mit uns erfahren Sie, welche alltäglichen Umstellungen viel bewirken und mit welchen Methoden wir in der medizinischen Trainingstherapie ansetzen. Ziele zu setzen ist dabei unabdingbar - Zielerreichung ist jedoch noch viel wichtiger. Deshalb passen wir nach Bedarf bei Kontrollterminen das Training so an, dass die Zielerreichung immer realistisch bleibt.

(Sport-) Verletzungen

Damit auch Sie nach Verletzungen wieder schnellstmöglich in den Alltag, den Beruf oder auch den Sport zurückfinden können, bewährt sich die aktive Trainingstherapie im Anschluss an passive physiotherapeutische Massnahmen wiederholt als der richtige Weg. Bereits während der Physiotherapie werden betroffene Körperteile vom Therapeuten durch progressive Übungswahl an Belastungen herangeführt. Der Weg zurück zu voll funktionsfähigen Körperstrukturen führt dann schrittweise über umfassendere, isolierte Übungen zu Trainingsmethoden mit Anforderungen an mehrere Muskelgruppen, was letztlich Bewegungen im Alltag oder im Sport am nächsten kommt. Der Bewegungsumfang wird sukzessive erhöht, die Belastung wird gesteigert und die Freiheitsgrade von Bewegungen werden wiederhergestellt.

Neuro-muskuläre Krankheiten

Erkrankungen des neuro-muskulären Systems haben oft komplexe Folgen für den gesamten Organismus. Durch eine unzureichende Leitfähigkeit des Nerv-Muskel-Systems können einzelne Körperteile oder auch umfassende Körperregionen von Funktionseinschränkungen betroffen sein. Diese Beeinträchtigungen unterscheiden sich in ihrem Schweregrad enorm und reichen von rascher Ermüdung der Extremitäten bis hin zu Lähmungen. Körperliches Training ist auch bei der Diagnose einer neuro-muskulären Krankheit von grosser Bedeutung. Dosierte und gezielte körperliche Belastung kann dabei nicht nur den Zustand erhalten, Funktionen können auch verbessert werden. Wir passen das Trainingsprogramm durch Parameter wie die Intensität, Häufigkeit, Dauer und Belastungsformen individuell und zielführend auf Sie an. Unsere Therapeuten sind erfahren und sicher im Umgang mit komplizierten neuro-muskulären Systemkrankheiten und greifen auf eine umfassende Bandbreite von Übungen und Trainingsgeräten zurück.

Herz-Kreislauf-Training

Beim Herz-Kreislauf-Training findet nicht nur individuell angepasstes Cardio-Training Anwendung. Von grosser Wichtigkeit ist dabei auch die Beanspruchung grosser skeletaler Muskelgruppen wie etwa den Beinen, dem Rumpf, sowie dem Oberkörper mit Brust und Rücken. Diese Muskelgruppen verfügen über grosse Kapazitäten und können das Herz- Kreislaufsystem auch beim Krafttraining aktivieren. So erhöht sich die Herzfrezfrequenz und das Schlagvolumen unter Belastung, die Durchblutung des Körpers wird angeregt und bei regelmässigem Training kann so der Herz-Kreislauf positiv beeinflusst werden. Das Herz reagiert mit strukturellen (Herzmuskelmasse) und funktionellen Anpassungen (geförderte Blutmenge in Ruhe und unter Belastung) und arbeitet ökonomischer. Wird Krafttraining in einem Zirkel- oder Supersatzsystem organisiert, so wird dieser Effekt umso mehr begünstigt, da Pausenzeiten zwischen Sätzen auf ein Minium beschränkt werden und das Herz mit einer konstant erhöhten Schlagrate arbeitet.